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Information aktuell

 

Musik für die Seele 2023
Der Trauer Raum geben und gleichzeitig Trost spenden - wie gelänge das besser als mit poetisch-christlichen Worten und mit schöner, heilsamer Musik?
Zu diesem Zweck wird in Steinbach in der Evangelischen Sankt Georgsgemeinde alljährlich in der "stillen Zeit" Ende November "Musik für die Seele" zur Aufführung gebracht, wobei die geheimnisvoll ausgeleuchtete St. Georgskirche, die jedesmal bis auf den letzten Platz besetzt ist, eine ebenso wichtige Rolle spielt wie die musikalischen Darbietungen. Für den diesjährigen Totensonntag haben Klaviervirtuosin Ellen Breitsprecher und Dirigent Malte Bechtold wieder einen Projektchor um den evangelischen Kirchenchor herum versammelt und ein Programm zusammengestellt, das von Mozart über Puccini bis zum zeitgenössischen dänischen Komponisten Frederik Magle reicht. Abermals begleitet ein wundervolles Streicherensemble gemeinsam mit der unermüdlichen Ellen Breitsprecher, die zwischen Klavier und Kirchenorgel hin- und herwechselt und in jedem Stück des Abends mitwirkt, nicht nur den Chor, sondern ergänzt das Kaleidoskop von Trauer und Trost auch durch instrumentale Stücke von Chopin, Karl Jenkins und Astor Piazzola. Gekrönt wird die Vorstellung von der Opernsopranistin Aleksandra Timofeeva, die eine Arie von Henry Purcell und das Gebet "Vater Unser" von Arvo Pärt vorträgt sowie Soloparts bei den Chordarbietungen übernimmt, so auch den Solosopran bei Frederik Magles Motette "Allting har sin tid på jorden" (Alles hat seine Zeit auf Erden) aus seiner Allehelgen-Messe von 2011. Dieses moderne Stück für Mezzosopran, Chor, Violoncello und Orgel, bei dem Basile Orth das Solocello spielt, bietet vielleicht das eigentümlichste Hörerlebnis an diesem Abend: Die helle Stimme der Solistin dringt durch den Klangteppich des nur auf "Na" intonierenden Chores wie eine zarte Sonne durch Nebelschwaden hindurch. Aber auch das selten aufgeführte Requiem des Opernkomponisten Giacomo Puccini mit einer von Felix Höller gespielten Solobratsche, die auf eindringliche Weise ein Gefühl entsetzlicher Einsamkeit vor dem düsteren Hintergrund tiefer Orgelklänge und schwermütiger Chorpassagen vermittelt, macht die spätherbstliche Stimmung der Totentrauer greifbar. Pfarrer Herbert Lüdtke, der mit geistlichen Impulsen von Augustinus bis Rilke kunstvoll die einzelnen musikalischen Fäden aufgreift und miteinander verwebt, spricht vom Ernst des Verlustes, von einer Zeit der Tränen. Gleichzeitig öffnet er den Ausblick auf eine Wiederkehr der Freude, die die, welche "mit Tränen säen", erwartet. Und auch die Musikstücke bieten Raum für Trost, sei es Mozarts "Ave verum corpus", das unerreicht zwischen Schmerz und Aufrichtung changiert, das anmutige Largo von Chopin, von Clemens Mohr am Cello gefühlvoll dargeboten, oder das tröstliche "Benedictus" von Jenkins mit herrlichen Cellipassagen und einer singenden Violine, von dem Trio Clemens Mohr, Basile Orth und Beatrice Orth wunderschön in Szene gesetzt. Einen besonders tröstlichen Moment erschafft Malte Bechtold mit seinem Arrangement von " La Nuit" aus dem Film " Les Choristes" für vierstimmigen Chor, in dem die zauberische Schönheit der Nacht und ihr Vermögen, Träume und Hoffnungen zu nähren, in hinreißenden Tönen besungen und vom erfrischend jungen Violinisten Tillman Noble gemeinsam mit Ellen Breitsprecher einfühlsam instrumentiert wird. Für einen vertrauten Trost und auch große Rührung sorgt gewiss Humperdincks "Abendsegen" aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel", vielen im Publikum aus der Kindheit bekannt, hier in einer Bearbeitung von Gabriel Isenberg für Solosopran, Chor, Violoncello und Orgel dargeboten, bei der Clemens Mohr das Cello-Solo gestaltet. Tränen, die tatsächlich unter den Zuhörenden fließen, nimmt Pfarrer Herbert Lüdtke zum Anlass, auf den Grund von Schmerz und Tränen zu verweisen, nämlich auf die Fähigkeit, sich aus sich selbst zu begeben und zu lieben. "Liebe beglückt uns und Liebe weint", heißt es denn auch in Magles in dänischer Originalsprache gesungener Motette, "Liebe faltet ihre Flügel über die Trauer und gibt allem Bedeutung."
Mit diesem Gefühl der Dankbarkeit für gemeinsam gelebtes Leben und einen ergreifenden, poetischmusikalischen Novemberabend verlassen die Zuhörer die magische kleine Kirche, nicht ohne vom Pfarrer und auch von John Rutters Chorstück "The Lord bless you and keep you" den Ausgangssegen erhalten zu haben.
Annette Linhardt
Foto Chor

Foto Konzert vom 26.11.2023 in der St. Georgskirche
"Musik für die Seele" Trauer und Trost - Ev. St. Georgsgemeinde
Der Monat November gilt als trister Trauermonat im Jahr. Trotzdem wird im Gemeindehaus der Ev. St. Georgsgemeinde schon seit September fröhlich für "Musik für die Seele" geprobt.
Passt das zusammen?
Mit "Musik für die Seele" möchte die St. Georgsgemeinde auch am kommenden Sonntag, 26. November um 17 Uhr in der Ev. St. Georgskirche den Zusammenhang von "Trauer und Trost" mit einem erbaulichen geistlichen Konzert darstellen. Unter der musikalischen Leitung von Malte Bechtold und Ellen Breitsprecher wird ein Projektchor in Kooperation mit dem Ev. Kirchenchor auftreten. Auch Sopranistin und Solistin Aleksandra Timofeeva, Streicherklänge von Beatrice Orth, Tillman Noble, Felix Höller, Clemens Mohr und Basile Orth, sowie Ellen Breitsprecher an der Orgel und am Klavier werden die Kirche mit wohltuenden Klängen füllen. Pfarrer Herbert Lüdtke lässt gute Gedanken dazu einfließen. Die Initiative "Musik für alle" der Ev. St. Georgsgemeinde ist bei vielen Aspekten des Lebens musikalisch präsent und freut sich über jeden Gast, der auch am Ewigkeitssonntag um 17 Uhr seinen Weg in die St. Georgskirche, Kirchgasse 5, findet.
Der Eintritt ist frei, eine Spende für musikalischen Projekte der Gemeinde sind herzlich willkommen.
Musik für die Selle

 

Gruppenfoto

 

Nun ist der Sommer also wirklich da, nicht nur auf den Thermometern, in den Schwimmbädern und Eissalons, sondern auch im Chorkalender.
Das Schöne an einem traditionellen Kirchenchor ist unter anderem, dass er mit den Jahreszeiten und kirchlichen Festtagen geht: "Everything has a season" (Alles hat seine Zeit), wie es in John Rutters Loblied auf Gottes Natur heißt, welches am Morgen des Steinbacher Stadtfestes im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes als Eingangslied erklang. Ebendiese Erfahrung kann man im Kirchenchor machen: Stand zu Ostern im Karfreitagsprojekt noch klassische Chorliteratur der schmerzlichen Verzweiflung und ergreifenden Trauer auf dem Programm, war am herrlich seidigen Sommermorgen des 11. Juni eine ganz andere Stimmung gefragt: Leichtigkeit, Schweben, Beschwingtheit, wie sie in den von Malte Bechtold und Ellen Breitsprecher ausgewählten Chorarrangements wunderbar zum Ausdruck kam. Das bewährte Leitungsduo brachte mit dem evangelischen Kirchenchor der St. Georgsgemeinde und der längst liebgewordenen gesanglichen Unterstützung der Projektteilnehmenden rhythmische und hymnische Songs der etwas leichteren Muse auf die Stadtfestbühne: Dem eingangs erwähnten schwelgerischen Lobgesang "Look at the World" von Rutter folgte das sommerlich aufgeheizte Rhythmusstück "Cantate Brasilia" von Emerson, bei dem die begleitende Band aus Schlagzeug, Bass, Saxophon und Klavier Sambasound auf die Bühne zauberte. Ein Höhepunkt war vielleicht der Bill-Withers-Song "Lean On Me", bei dem der Chor in Gospelmanier auf Zeichen des Dirigenten minutenlang zwischen verschiedenen Versatzstücken wie Strophe, Refrain, Bridge und Coda hin- und hergroovte, während Svenja Baumgart ein beseeltes Solo beisteuerte. Spätestens hier schwappte die Begeisterung von der Bühne ins Publikum, das den "Spirit" übernahm und enthusiastisch mitklatschte. Der musikalische Beitrag zum Gottesdienst endete mit dem Ausgangssong "Viva la Vida" von Coldplay, einer mitreißenden Hymne an das Leben mit einem Refrain, der auch in Fußballstadien für Hochstimmung sorgt. Mit diesem Sommergefühl von leidenschaftlicher Lebensliebe wurde das Publikum in den Tag entlassen, doch das größte Geschenk, so erlebt man es als Teil des Chores immer wieder, machten sich die Mitwirkenden selbst: ein überwältigendes Gefühl gemeinsam erschaffener Lebensfreude. Wer Lust darauf bekommen hat, ist dienstags um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus herzlich zu den Chorproben willkommen!
Einfach vorbeikommen! Wir freuen uns auf Euch!
Gottesdienst an Karfreitag, 7. April 2023 zur Todesstunde Jesu in der St. Georgskirche Steinbach

Gottesdienst an Karfreitag, 7. April 2023 
zur Todesstunde Jesu in der St. Georgskirche Steinbach
Chorgesang zur Todesstunde Christi

Am Karfreitag, dem 7. April 2023, um 15 Uhr wird der evangelische Kirchenchor Steinbach den Gottesdienst in der St. Georgskirche, der im Zeichen des Leidens und Sterbens Jesu Christi steht, musikalisch mitgestalten. Unter Leitung von Malte Bechtold wird er zur ernsten Stimmung mit Musik in dunklen, aber auch ergreifend schönen Klangfarben beitragen. Es erklingen Stücke aus verschiedenen Epochen, darunter das berühmte "Ave verum corpus", das Wolfgang Amadeus Mozart 1791 nur ein halbes Jahr vor seinem Tod komponierte. Außerdem singt der Chor "Fürwahr, er trug unsere Krankheit" des Renaissancekomponisten Antonio Lotti und das Passionsstück "Er ward geführt wie ein Lamm zur Schlachtbank" von Max Reger - der zwischen Romantik und Moderne stehenden Tondichter hätte dieses Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert. Für die Gemeinde zum Mitsingen gedacht ist die bekannte Melodie des barocken Kirchenkomponisten Johann Crüger aus dem Jahr 1640, "Herzliebster Jesu", allerdings in einem hochmodernen, spannungsgeladenen Arrangement von Michael Hoppe aus dem Jahr 2021.

Das nächste Projekt des evangelischen Kirchenchors wird sich helleren Tönen widmen: Es geht am 25. April wieder los mit sieben Proben dienstags von 20 Uhr bis 21:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Steinbach. In Kooperation mit Musik für alle werden unter der Leitung von Malte Bechtold und Ellen Breitsprecher vier Stücke einstudiert - "Look at the World" (John Rutter), "Cantate Brasilia" (Roger Emerson), "Lean On Me" (Bill Withers) und "Viva la Vida" (Coldplay) - die am Sonntag, dem 11. Juni 2023, beim Steinbacher Stadtfest-Gottesdienst zu Gehör kommen sollen. Zu diesem Projekt sind Alle eingeladen, der Chor freut sich wie immer über interessierte Neuzugänge.
Bei Interesse und/oder Nachfragen: Melden Sie sich gerne unter rhaag@live.de.

Annette Linhardt
evangelischer Kirchenchor Steinbach
Musik für die Seele 2022 - Ev. St. Georgsgemeinde

Blauviolett leuchten die Kirchenfenster durch das frühe Dunkel des Novembernachmittags und versprechen Geheimnis und Verzauberung. Drinnen im Kirchenraum haben sich Menschen versammelt, die im feuchten Nebel und ersten Schneetreiben einen Ort der Besinnung suchen, die sich am Ewigkeitssonntag der Nachdenklichkeit und dem Trost der live aufgeführten Musik hingeben möchten - und die Sitzreihen sind, wie jedes Jahr, gerammelt voll.

Bereits seit 1999 lockt die ev. St. Georgsgemeinde gemeinsam mit engagierten Musikern die Menschen "zwischen den Zeiten" in die Steinbacher Sankt Georgskirche zur musikalischen Andacht; mal nur mit Klavier und Streichern, mal mit Sologesang oder Chorbegleitung, immer bietet das Musikereignis im Spätherbst eine Gelegenheit, innezuhalten, zu sich selbst zu kommen, der eigenen Seele in der Schönheit und Zartheit der Musik zu begegnen, wie der Name des Ereignisses es besagt.

Diesmal gestalten zusammen mit Ellen Breitsprecher am Klavier zwei Cellisten und fünf Sängerinnen und Sänger die "Musik für die Seele" mit, und auch der evangelische Kirchenchor unter willkommener Verstärkung von Projektchorsängerinnen und -sängern ist beim Schlussstück dabei, dirigiert von Malte Bechtold. "Lasst euch von der Musik leiten", legt Ellen Breitsprecher allen Beteiligten noch ans Herz, bevor die Menschen in die kalte Kirche strömen.

Pfarrvikar Sebastian Krombacher führt in der Dunkelheit des Schwarzlichts mit geistlichen Impulsen, einem Gedicht, einem Zitat, einer Textübersetzung oder einer Psalminterpretation, von Musikstück zu Musikstück. Gleich zu Beginn versammeln sich die Hauptakteure des heutigen Abends auf der Bühne, neben Ellen Breitsprecher am Klavier und Clemens Mohr und später Philip Faitz am Cello sind das die ausgebildete Opernsopranistin Alexandra Timofeeva, die Steinbach seit geraumer Zeit mit ihrer herrlichen Stimme beschenkt, die drei Baumgart-Damen Sabine, Annika und Svenja, die in schönster familiärer Harmonie einen Klangteppich für den Solosopran weben, und der behutsam intonierende Tenor Walter Philippi. Dieses von Ellen Breitsprecher extra zu diesem Anlass zusammengestellte fünfköpfige Gesangsensemble wird den Abend gemeinsam mit den Celli und dem Klavier prägen und beschwört gleich im Eingangsstück "Veni, lumen cordium" eine melancholische, kontemplative Stimmung herauf, die dazu angetan ist, "Spuren der Ewigkeit in der Musik" (Friedrich Schleiermacher) aufscheinen zu lassen.

In der herbstlichen Begegnung mit der Vergänglichkeit die Dimension des Unendlichen erfahrbar zu machen, das gelingt den Musizierenden an diesem Novemberabend immer wieder, sei es durch die ernste Klangfarbe der Celli, die besonders gut zu dieser Jahreszeit des Abschieds passt, sei es durch das alles miteinander verbindende, wie mühelos perlende Klavierspiel Ellen Breitsprechers oder die ergreifend schönen stimmlichen Darbietungen. Stücke aus verschiedenen Epochen der Musik erklingen, darunter Händel, Schumann, aber auch der moderne Komponist Eric Whitacre mit seiner seltsam sehnsüchtigen "Seal Lullaby", die die Zuhörer weit fortträgt an die Strände der Seehunde, und sogar Ennio Morricone, dessen Stück "Gabriels Oboe" von Philip Faitz kurzerhand in "Gabriels Cello" umgewandelt wird, wodurch die Melodie aus dem Film "The Mission" etwas entschieden Tröstliches erhält.

Der Höhepunkt ist vielleicht das vom finnischen Komponisten Jean Sibelius aus der "Finlandia" stammende "Be Still My Soul" in einem Arrangement von Stephen Nelson für drei Tenöre, das hier von drei Baumgarts im Verein mit Alexandra Timofeeva und Walter Philippi vorgetragen wird und mit hinreißender Tongebung, von Ellen Breitsprecher am Klavier kongenial in Szene gesetzt, für ein Erlebnis tiefster Beglückung sorgt.

Eines Finales würdig ist dann zum Schluss der Auftritt aller Teilnehmenden mitsamt dem 25köpfigen Chor unter der bewährten Leitung von Malte Bechtold, bei dem das Stück "Dona Nobis Pacem" (Gib uns Frieden) des Renaissancekomponisten Giulio Caccini, das sehr viel tragischer klingt als der bekannte gleichnamige Kanon, mit viel Leidenschaft und Hingabe vorgetragen wird und auch als verzweifelte Mahnung in einer vom Krieg in Europa verdunkelten Zeit verstanden werden kann.

Am Ende dieses berührenden Hörerlebnisses bleibt wohl nicht wenigen Konzertbesuchern eine Ahnung dessen, was Goethe in die Worte fasste:

"Der Augenblick ist Ewigkeit".

Annette Linhardt

 

 

 

Der Artikel ist aus: Steinbacher Woche und Taunuszeitung

 

 

Musik für die Seele

 

 

Musik für alle

 

 

Plakat Chorpicknick

 

 

Kirchenchor Ev. St. Georgsgemeinde Steinbach (Ts.)
Uraufführung an Karfreitag 2022
Die Besucherinnen und Besucher, die am 15. April 2022 in die Evangelische St. Georgskirche kamen, wurden Ohrenzeugen einer Premiere. Eingebettet in einen zum Nachdenken anregenden Karfreitagsgottesdienst, in dem Pfarrer Herbert Lüdtke die Leidensgeschichte Jesu eindringlich und mit Bezügen zum aktuellen Weltgeschehen erzählte und Barbara Köhler an der Orgel für dazu passende Klänge sorgte, war der Kirchenchor mit zwei Stücken zu hören. Zwar gab es keinen Live-Auftritt, weil der Chor seit längerem nicht mehr in Präsenz geprobt hatte. Stattdessen wurde aber das Ergebnis monatelanger virtueller Chorarbeit dargeboten: zwei Stücke, die die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Malte Bechtold in wöchentlichen Online-Proben erarbeitet hatten.
Nun muss man wissen, dass solche Proben im virtuellen Raum mit einer Chorprobe in einem realen Probenraum so gut wie nichts zu tun haben, weil online schlicht kein Chorklang hergestellt werden kann. Deshalb wurde bei den Online-Proben auch kaum gesungen. Stattdessen waren die Sängerinnen und Sänger gefordert, zu Hause für sich allein mit Hilfe von Übe-Dateien zu proben und die Stücke aufzunehmen. Der Chorleiter mischte diese Aufnahmen dann und stellte die Ergebnisse in den Online-Proben vor, wo sie konstruktiv und teilweise sehr detailreich von allen gemeinsam besprochen wurden. Aufgrund der Verbesserungsvorschläge wurden weitere Aufnahmen angefertigt, die dann wieder gemischt und besprochen wurden usw., bis schließlich die fertigen Einzelaufnahmen vorlagen. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass die Sängerinnen und Sänger bis zu drei verschiedene Stimmen eingesungen haben, um den Stücken insgesamt mehr gesangliche Fülle verleihen zu können. Chorleiter Malte Bechtold fügte dieses Stimmenmaterial schließlich in aufwändiger Detailarbeit zu einem beeindruckenden Gesamtwerk zusammen.
Im Gottesdienst wurde zunächst der bekannte Bach-Choral „Was mein Gott will“ aus der Matthäuspassion präsentiert, vierstimmig gesungen und mit Orgel- und Streicherklängen unterlegt. Und dann die Premiere – die Uraufführung eines Arrangements von „Danny Boy“, das es so noch nie gegeben hat. Zur Aufnahme der bekannten Melodie dieser irischen Ballade von Fred. E. Weatherly, eingesungen von der Sopranistin Hiromi Miyamoto, schufen die Sängerinnen und Sänger mit Unterstützung des Chorleiters Begleitstimmen, die so noch niemand komponiert hat, und die (zumindest bisher) auch nicht in Notensysteme übertragen worden sind. Es war ein spannendes, zeitintensives Projekt, das die Kreativität der Sängerinnen und Sänger und des Chorleiters anregte und forderte, und das nun zu einem hörenswerten Abschluss gebracht worden ist.
Die Andacht zur Todesstunde Jesu am Karfreitag 2022 mit Pfarrer Lüdtke und dem Kirchenchor der Ev. St. Georgsgemeinde ist zu sehen unter:
https://m.youtube.com/watch?v=SuF9WJ2QiiU&feature=youtu.be#dialog
Der Kirchenchor trifft sich nach den Osterferien wieder in Präsenz, immer dienstags von 20:00 bis 21.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Steinbach. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen! Weitere Informationen gibt es auf der Homepage:
https://www.st-georgsgemeinde.de/kirchenchor.htm

Sabine Baumgart
 

Chorprojekt Advent 2021

HAST DU LUST, IM ADVENT MUSIK ZU MACHEN?

Mitten im tiefsten Winter rieselt leise der Schnee vom Himmel hoch durch den Dornwald...

Im Advent macht Singen besonders viel Freude. Wer erinnert sich nicht gern an die Adventslieder seiner Kindheit? Der Advent beginnt in diesem Jahr schon im November: mit dem Advents-Projekt des Evangelischen Kirchenchors Steinbach. An sechs Terminen im November und Anfang Dezember öffnet sich für interessierte Sängerinnen und Sänger bereits ein Türchen: Am 2.,9.,16.,23. und 30.11 und am 7.12., immer dienstags, proben wir im Evangelischen Gemeindehaus in Steinbach jeweils von 20\00 bis 21\30 Uhr. Es werden zwei dreistimmige Stücke für Sopran, Alt und Männerstimme, Chorsätze zum Evangelischen Gesangbuch, einstudiert, außerdem der vierstimmige Praetorius-Satz "Es ist ein Ros entsprungen" und ein wunderschönes Adventswerk des ungarischen Komponisten Zoltan Kodály, "Adventi enek". Darüber hinaus wollen wir "Adeste Fideles" (Herbei, o ihr Gläubigen) in mehreren Sprachen zu Gehör bringen. Zur Probe gehört auch jedesmal ein Einsingen mit Atem- und Stimmübungen. Unser Chorleiter Malte Bechtold schafft es mit anschaulichen Beispielen und ansteckendem Enthusiasmus, das Beste aus uns herauszuholen. Gemeinsam erreichen wir mehr, als jeder einzelne es sich zutrauen würde. Versprechen können wir einen spannenden und anregenden Probenprozess und ein erhebendes Klangerlebnis!

Wer kann mitmachen? Alle, die gerne singen. Auch Du! Und dafür musst Du nicht evangelisch sein.

Die Aufführung der einstudierten Adventslieder wird am Dritten Advent den Gottesdienst in der Georgskirche oder im Gemeindehaus festlich bereichern.

Wichtig: Wir proben unter den neuesten Hygienestandards (mit CO2-Ampel und Maske). Wir befolgen die 2G-Regel, damit möglichst viele am Projekt teilnehmen können. Davon profitieren wir alle!

Bitte meldet Euch an bei Roland Haag unter E-Mail an Roland Haag (Vorsitzender)

Wir freuen uns auf Euch!

Evangelischer Kirchenchor Steinbach

Annette Linhardt

 

Stand 04.12.2023